Songs von bedrückender Schönheit

Paul Batto - Lonesome Road (2014)

Es gibt Stimmen, die hört man ein Mal und vergisst sie nie wieder.

Solch eine Stimme hat Paul Batto. Mir ist das so bei einem Live-Auftritt von ihm passiert und fortan trug ich dieses Timbre, dieses Gefühl für Modulation, diesen starken Ausdruck mit mir herum. 

Der im östlichen Europa beheimatete Sänger, Songschreiber und Gitarrist ist Purist.

War sein Debut „Ain't but one way“ von 2010 noch mit Band und herausragendem Pianisten eingespielt, zeigt sich Paul Batto auf seiner neuen CD „Lonesome Road“ ganz schlicht, ganz minimal, ganz alleine, „lonesome“ eben. Elf Songs sind hier zu hören, elf Songs von bedrückender Schönheit, gerade durch deren Schlichtheit.

„Morning Bird“ eröffnet das Album und wirkt gleichsam wie ein Gedicht über Sehnsucht und

Hoffnung. Eine Grundstimmung, die sich durch alle Songs behauptet.

 Paul spielt gerne in der Gitarren-Stimmung Open G, auch Spanish Tuning genannt. So wundert es nicht, dass mancher Song starke Anklänge der spanischen Gitarrenmusik widerhallt.

Besonders gut zu hören auf dem Track „JJ“ über Jolly Joker, dem Clown.

Doch wer sich auf der „Lonesome Road“ befindet hat eindeutig den Blues: „Slow train to nowhere“, „Storm's comin'“, „Penny wise-pound foolish“, „I'm a gypsy“ und „Lonesome road“ sind  klare Bekenntnisse zum traditionellen Blues. Großartig gespielt, herausragend gesungen und textlich gefüllt mit ganz viel Lebenserfahrung.

Für mich hat Paul Batto hier sein Meisterwerk vorgelegt: Jeder Song eine Perle, jeder Song tief berührend, jeder Song ein Geschenk! Danke Paul!

 

Alexander Möckl

Fotonachweis: www.batto.org/Press_Kit_files/
Fotonachweis: www.batto.org/Press_Kit_files/

Link:

Webseite von Paul Batto: www.batto.org

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