Mystischer Singer-Songwriter-Blues

Minnie Marks – Voodoo and Honey (VÖ: 14.12.2012)

Australien bietet viel. Besonders an musikalischen Highlights. Sydney ist der Hot-Spot und nicht unweit davon entfernt (in australischen Verhältnissen gemessen) ist Minnie Marks aufgewachsen. Hier würde man es Kaff nennen, dort ist es eher eine übliche Wohngegend für viele Australier.
Das Land selbst hat eine reiche Backlist an grandiosen Musikern: Paul Kelly, The Go-Betweens, Nick Cave, AC/DC, Midnight Oil, Crowded House, Archie Roach und und und. Kein Blues-Musiker darunter. So wundert es einen zunächst, dass hier die noch blutjunge Minnie antritt, diese Lücke schließen zu wollen. Doch hört man sich das Album „Guitar and a Bicycle“ an, wird klar, dass sie den Faktor „Blues“ als gekonnte Zutat nimmt, aber nicht als Basis, quasi als Würze, die den Cocktail „rund“ macht.

Doch wie jeder gut gemixte Drink, sind es die feinen Ingredienzien, die den Kenner die Qualität schmecken lassen. Hier zunächst eine erwachsene Stimme, die jedem Wort den richtigten Ton verpasst, dann ein höchst interessantes Gitarrenspiel, das sich durch Loops und Overdubs in waghalsige Höhen schraubt, aber immer sicheren Halt findet („Little People“).
Zum Schluß die Krönung, der Special-Shot: Der Blues. Gekonnt nimmt Minnie die Ästhetik des traditionellen Blues auf und webt sie behänd in ihr Singer-Song-Writer-Gewand ein („Voodoo and Honey“). Da kommt ein Bottleneck genauso zum Einsatz, wie stampfende Beats der Bass-Drum. Und dann aber immer wieder diese wunderbaren, einfachen und zu tiefst berührenden Songs („Smoke filled Eyes“). Dem Ganzen wohnt eine Art Mystik inne, der man sich nicht entziehen kann.

Doch wie jeder gut gemixte Drink, sind es die feinen Ingredienzien, die den Kenner die Qualität schmecken lassen. Hier zunächst eine erwachsene Stimme, die jedem Wort den richtigten Ton verpasst, dann ein höchst interessantes Gitarrenspiel, das sich durch Loops und Overdubs in waghalsige Höhen schraubt, aber immer sicheren Halt findet („Little People“).
Zum Schluß die Krönung, der Special-Shot: Der Blues. Gekonnt nimmt Minnie die Ästhetik des traditionellen Blues auf und webt sie behänd in ihr Singer-Song-Writer-Gewand ein („Voodoo and Honey“). Da kommt ein Bottleneck genauso zum Einsatz, wie stampfende Beats der Bass-Drum. Und dann aber immer wieder diese wunderbaren, einfachen und zu tiefst berührenden Songs („Smoke filled Eyes“). Dem Ganzen wohnt eine Art Mystik inne, der man sich nicht entziehen kann.

Minnie bewegt sich stilsicher auf einem Fluß, den ich Melancholie nennen will und treibt kraftvoll auf ein Licht zu, das, natürlich tief blau und voller Hoffnung ist. Diese Spannbreite an Emotionen gelingt eigentlich nur ganz selten, doch Minnie Marks kann das absolut überzeugend. Eine feine Platte, die an Tiefe gewinnt, je öfter man sie hört.

Auf dem kommenden Bluesfest in Ingolstadt kann man diese tolle Musikerin am 10.Juli.2014 zusammen mit dem legendären „The Leadbelly Project“ live erleben.
Geht hin!

 

Alexander Möckl

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